Jalda Rebling – eine jüdische Geschichte aus Ostberlin

Dos meydale fun Berlin

Mit Liedern und Geschichten erzählt Jalda Rebling von ihrem Leben ›zwischen den Stühlen‹

Jalda Rebling wurde 1951 als Tochter einer jüdisch-niederländisch-deutschen Künstlerfamilie in Amsterdam geboren. Die Familie hatte den Nationalsozialismus überlebt und zog 1952 aus der niederländischen Heimat von Jaldas Mutter nach Ost-Berlin. Jalda Rebling erzählt die Geschichte ihres Aufwachsens in der DDR als Tochter des bekannten Künstlerehepaares Lin Jaldati und Eberhard Rebling, das als überzeugte Kommunisten im Nationalsozialismus Widerstand geleistet hatte. Sie genoss einen privilegierten Status, wuchs aber auf mit den ›Gespenstern im Gepäck‹ – die Mutter hatte Ausschwitz und Bergen-Belsen überlebt – und dem Antisemitismus in der DDR. Sie studierte später Schauspiel an der Staatlichen Schauspielschule Berlin und trat 1979 erstmals gemeinsam mit ihren Eltern anlässlich des 50. Geburtstages Anne Franks mit jiddischen Liedern auf die Bühne. Seitdem entwickelte sie sich zur Spezialistin für Interpretationen jiddischer und sephardischer Lieder und Geschichten. Sie war Initiatorin und Projektleiterin der ›Tage der Jiddischen Kultur‹ in Berlin und veranstaltete zahlreiche internationale Tourneen. Ab 2003 studierte sie in den USA im ALEPH Cantorial Program, das sie 2007 als ›Chasanit‹ abschloss. Sie ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Berlin und Begründerin der Initiative Jüdischer Frauen ›Ohel Hachidusch‹.

18:30 Uhr im Ratssaal der Hansestadt Uelzen

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen

Vor der Veranstaltung findet um 18:00 Uhr am Mahnmal
in der Nähe des Rathauses eine kurze Gedenkveranstaltung statt.