Wir begrüßen Sie auf der Website der Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. und möchten Sie mit unserer Arbeit vertraut machen. Über Rückmeldungen, Hinweise und ergänzende Mitteilungen würden wir uns freuen. 

Die Geschichtswerkstatt entstand zwischen 1999 und 2000. Anlass waren Überlegungen, Uelzener Zeitgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wieder lebendig werden zu lassen. Dabei sollten auch unbequeme Themen erarbeitet werden. Themen, die Fragen aufwerfen, Themen, die bis dahin tabuisiert waren. Am 17.06.2002 wurde dann die Vereinssatzung beschlossen und der Verein Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. gegründet. Mehr zu unserem Verein.

Unsere Themen

Die NS-Zeit

Die Auswirkungen der Schreckensherrschaft auf unsere Region.

Frauen die Uelzen bewe(t)en

Über Frauen die, in und um Uelzen, Geschichte gemacht haben.

Erzählcafés

Dialog zwischen Generation über die dunkle Zeit des Nationalsozialismus.

Flüchtlinge & Gastarbeiter

Angekommen – Angenommen? Über Zuwanderung in der Nachkriegszeit.

Am 17.09. fand der Auftakt des 46. frauenORTES Henriette Praesent in Uelzen statt.

Dies nehmen wir zum Anlass, einige Porträts von Frauen, die Uelzen beweg(t)en zu veröffentlichen. Diese entstammen dem von uns 2015 herausgegebenen, gleichnamigen Buch. Die Porträts finden Sie hier. Mehr zu der vom Landfrauenrat initierten Veranstaltung finden Sie auf diesen Seiten.

Frauen, die Uelzen beweg(t)en

Es hat in der Vergangenheit bereits einzelne Veröffentlichungen über Frauen aus Uelzen und Umgebung, vorzugsweise in ihrer Bedeutung als Künstlerinnen oder Schriftstellerinnen, gegeben. Es fehlte aber bis heute eine Übersicht oder Darstellung, die sich ausschließlich mit dem vielfältigen Engagement von Frauen beschäftigt. Mit unserem Buch „Frauen, die Uelzen beweg(t)en“ wird auch ein Stück Heimatgeschichte geschrieben, nur eben mehr aus dem weiblichen Blickwinkel. Es ist eigentlich nicht erklärungsbedürftig, dass Menschen von der Umwelt, in der sie leben, geprägt werden, sie aber auch aktiv gestalten. Dass Frauen das auch getan haben, wurde ihnen lange nicht zugestanden. Es ist Geschichtsschreibung aus der Perspektive von Frauen. Die Arbeitsgruppe – Karin Banse, Christine Böttcher, Ute Chlechowitz, Dorothee Ebeling und Renate Meyer-Wandtke – hat, zusammen mit zwei Autoren, 22 Aufsätze über Frauen, die in einem Zeitraum, vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart lebten und leben, verfasst. Mehr lesen Sie hier.

Die Frau, die für Tausende zur Mutter wurde
"Ich habe mich nie nach der Politik gerichtet, was für mich zählt, …
Arm in Arm gegen den Terror
Es ist Heiligabend 1943. Auch in Uelzen werden die letzten Weihnachtsvorbereitungen getroffen; …
Ein Vermächtnis für Uelzen
"Ich, Lina Gertrud Noch, erblickte am 2. August 1902 in dem sächsischen …
Der erste Schrei – und das 5000mal
Heiligabend 1977: Die vorweihnachtliche Hektik steuert auf ihren Höhepunkt zu. Und während …

Veröffentlichungen

1300 Jahre Jüdisches Leben in Uelzen – Eine Schaufenster-Ausstellung

Schaufenster-Ausstellung in der Stadtbücherei zu Uelzen.

Wir haben dieser „Schaufenster-Ausstellung“ den Titel „130 Jahre Jüdisches Leben in Uelzen“ gegeben, genauer hätte es heißen müssen: 132 Jahre, doch wir haben zu Gunsten einer klaren Aussage in diesem Fall abgerundet um den Gegensatz zu „1700 Jahre Jüdisches Leben In Deutschland“ deutlicher hervorzuheben.

Ja, vor genau 1700 Jahren nahm der römische Kaiser Konstantin das Edikt zurück, demzufolge jüdische Bürger keine öffentlichen Ämter bekleiden durften. Im Jahre 321 nun wurden Kölner Juden in den Rat berufen, ein Vorgang, der für die Uelzener Juden nie in Erfüllung ging.

Zwischen 1810 -1813 ließen sich drei jüdische Händler in Uelzen nieder, von den zwei nach Untergang des Königreichs Westfalen in Uelzen gegen den entschiedenen Protest der Kramergilde bleiben durften. Die Zahl der jüdischen Gemeindemitglieder stieg nur langsam an, um 1900 erreichte sie mit 93 Mitliedern den Höchststand – 42 Jahre später, am 19.Juli 1942 wurden die letzten 5 Uelzener Juden und Jüdinnen deportiert, insgesamt wurden in der Zeit zwischen 1941-1945 16 Uelzener Bürger jüdischen Glaubens ermordet.

Wir haben dieser Ausstellung noch einen Untertitel gegeben: „….. eine Geschichte zwischen Anpassung und Ausgrenzung“. Ja auch die Uelzer Juden haben sich angepasst verhalten, sie waren treue Staatsbürger, die wie viele deutsche Männer begeistert in den Krieg zogen, in der Hoffnung durch diesen Dienst am Vaterland ihre Treue zu Deutschland unter Beweis stellen zu können – doch weit gefehlt- endlich glaubten sie angekommen zu sein – welch ein Irrtum. Schon der Jude Walter Rathenau, kurzzeitig deutscher Außenminister klagte kurz vor seiner Ermordung: „Wir Juden sind als Bürger 2. Klasse in die Welt getreten- keine Tüchtigkeit, kein Verdienst kann uns aus dieser Lage befreien- es gibt kein erhofftes Eintrittsbillet in die deutsche Gesellschaft. Mehr dazu auf Jüdisches Leben in Uelzen.

Eine Auswahl unserer Beiträge

‚Gastarbeiter‘ der zweiten Generation
Die Migrationserfahrung der sogenannten „Gastarbeiterkinder“ ist eine andere, als die ihrer Eltern, denn die Entscheidung …
„…so hässlich sind Sie doch gar nicht!“
Sie liebte ihr heimatliches Mittelgebirge und kam dann doch nach Ostfriesland. Ursula Benedix-Engler war gerne …
„Gastarbeiter“ im Landkreis Uelzen
Nach den Flüchtlingen kamen die "Gastarbeiter"… 1955 wurde mit einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik und …
„Schmerzpunkte der Gesellschaft“
Geschichtswerkstatt Uelzen beteiligt sich an Passionsandachten Unter dem Titel „Schmerzpunkte“ luden die Kirchengemeinden der Region …

Das Bohldammlager & Jüdisches Leben in und um Uelzen

Für diese sehr umfangreichen Themen betreuen wir jeweils eigene Webseiten. Wir haben historisches Material gesammelt, ausgewertet, aufbereitet und möchten Ihnen dieses mit Ihnen teilen. Zudem erhoffen wir uns, anhand der Darstellung verschiedener Lebensläufe, Ihnen die Bedeutung dieser Menschen für unsere Stadt-und Kulturgeschichte nahebringen zu können.

„Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen!“

George Santayana

Angebote

Die Geschichtswerkstatt macht Einzelpersonen bzw. Gruppen folgende Angebote:

  • Führung über den jüdischen Friedhof
  • Führung zu jüdischen Wohn- und Arbeitsstätten
  • Einführung in die Geschichte der Uelzener Juden

Haben Sie Interesse an einer Führung oder Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


Foto: CC BY 3.0 | Nightflyer via wikimedia

Über die Geschichtswerksatt Uelzen e.V.

Mitgliedschaft
Die Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. ist ein Zusammenschluss zeitgeschichtlich interessierter Bürgerinnen und Bürger, …
Unsere Satzung
Satzung des VereinsGeschichtswerkstatt Uelzen e.V. Präambel Der Verein Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. ist …
Wer wir sind
Die Geschichtswerkstatt entstand zwischen 1999 und 2000. Anlass waren Überlegungen, Zeitgeschichte des …
Unsere Unterstützer
Von Beginn unserer Tätigkeit konnten wir für unsere verschiedenen Tätigkeiten auf die …