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Lola Blau! – Leider ausgefallen

Ob in Basel, Genf oder Zürich, in New York, Las Vegas oder Los Angeles. Immer wieder heißt es: „ Heute Abend: Lola Blau!“

Ausgewiesen und abgeschoben, als „Ungewollte“ ihrer Zeit, tingelt sich die junge jüdische Schauspielerin aus Wien allabendlich auf der Karriereleiter immer weiter nach oben in den traurigen Olymp der Einsamkeit. Sie singt, spielt und schreit sich in die Herzen des Publikums so wie auf über unter die Teppiche, Tische und Betten der Intendanten.

Von 1938 in Wien bis 1946 in New York halten ihr in den unzähligen Hotelzimmern und Theatergarderoben nur die Erinnerung an Leo und der Whiskey die Treue. Zurück in Europa muss sie erkennen: „Tralala, so ist das Leben! – Man setzt sich, doch man setzt sich stets daneben – Andere singen ebenso, sicherlich – Aber zu leise für mich!“

Die Hamburger Schauspielerin Sarah Kattih schlüpft in die Rolle der Lola Blau und singt, spielt und schreit. Ihre Lola verführt zum Lachen und Weinen, sie berührt Herz und Hirn – sie lädt ein zum Nach- und Weiterdenken.

Sarah Kattih wird begleitet von dem Geiger Matthias Brommann, der für diese Inszenierung die Chansons für Violine und Viola arrangiert hat.

Georg Kreislers „Ein-Frau-Musical“ wurde 1970 geschrieben und ein Jahr später in Wien uraufgeführt. Seine Chansons sind intelligent, böse und immer poetisch – berührend komödiantisch und erschreckend aktuell.

Regie: Hartmut Uhlemann

Autor

  • Geschichtswerkstatt

    Die Geschichtswerkstatt entstand zwischen 1999 und 2000. Anlass waren Überlegungen, Uelzener Zeitgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wieder lebendig werden zu lassen. Dabei sollten auch unbequeme Themen erarbeitet werden. Themen, die Fragen aufwerfen, Themen, die bis dahin tabuisiert waren. Am 17.06.2002 wurde dann die Vereinssatzung beschlossen und der Verein Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. gegründet.