Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2014 organisierte die Geschichtswerkstatt Uelzen eine Leseveranstaltung im Uelzener Rathaus. Dr. Hilde Schramm las aus ihrem Buch „Meine Lehrerin Dr. Dora Lux“.

Foto: Privatbesitz – Frau Dr. Schramm

An der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg war Dora Lux in den 50er Jahren die Geschichtslehrerin von Hilde Schramm, der Tochter von Albert Speer. Viele Jahre lang hat sie dem Leben der Jüdin Dora Lux nachgeforscht – und die biographischen Spuren einer Frau rekonstruiert, die leise gegen alle Widerstände ihren Weg gegangen ist.

Dora Lux gehörte zu den ersten Abiturientinnen, war eine Wegbereiterin des Frauenstudiums. Obwohl sie 1933 Berufsverbot erhielt, publizierte sie in den Anfangsjahren der NS-Herrschaft regimekritsche Artikel. Später verstieß sie gegen die gesetzlichen Vorschriften, sich als Jüdin registrieren zu lassen und überlebte. Sie wurde nach 1945 wieder Lehrerin und arbeitete bis ins hohe Alter.

Hilde Schramm wurde 1936 in Berlin geboren und wuchs in Heidelberg auf. Sie ist Erziehungswissenschaftlerin, Soziologin, Publizistin und ehemalige Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses. 2004 erhielt sie den Moses-Mendelssohn-Preis für Ihr Lebenswerk.